Eizellen Einfrieren ist möglich

October 27, 2009 by piontlesstosay

Frau kann ihre Fruchtbarkeit nun bis ins hohe Alter aufsparen, auch partnerunabhängig, denn bisher konnte man nur befruchtete Eizellen einfrieren.

Zu diesem Ergebnis ist die erste systematische Beobachtung der Erfolgsraten bei künstlicher Befruchtung mit wieder aufgetauten Eizellen gekommen. Diese Erkenntnisse beruhen auf dem ersten Jahr der Human Oocyte Preservation Experience (HOPE) Registry, die die Ergebnisse fünf Jahre lang analysiert.

Dabei handelt es sich um die erste Studie, die Ergebnisse standardisiert sammelt und nicht nur sporadische Berichte über Einzelfälle. Von den 115 Zyklen, die verzeichnet sind, überlebten rund 90 Prozent der aufgetauten Eizellen das Einfrieren. Bei dem erfolgreichsten Verfahren wurden 65 Prozent der Frauen schwanger. Die Eizellen werden bei dieser Methode sehr rasch eingefroren. Diese Anzahl von Schwangerschaften entspricht in etwa jener bei nicht eingefrorenen Eizellen.

Nagy räumt laut New Scientist ein, dass die sorgfältige Auswahl der Patienten und der Spenderinnen der Eizellen die Erfolgsraten erhöht haben könnten. Keine der Eizellen war mehr als zwei Jahre eingefroren und die meisten stammten von jungen Frauen. Der Wissenschaftler präsentierte die aktuellen Ergebnisse auf dem Jahrestreffen der American Society for Reproductive Medicine. Die ARSM bleibt jedoch bei ihrem Rat, dass gesunde Frauen sich nicht auf das Einfrieren von Eizellen verlassen sollten.

Hodenkrampfader: Operation verbessert Fruchtbarkeit nicht

August 14, 2009 by piontlesstosay

 

Die Behandlung einer Varikozele erhöht einer Studie zufolge nicht die Chance auf eine Schwangerschaft. So zeugten Männer, die einen Krampfaderbruch im Hodensack operativ behandeln ließen, im Durchschnitt nicht mehr Kinder als diejenigen ohne Behandlung.

Das ergab eine Untersuchung von niederländischen Forschern der Cochrane Collaboration, die mehrere Studien mit insgesamt rund 600 Teilnehmern auswerteten. Bereitet die Varikozele keine größeren Beschwerden, sei von einer Operation daher eher abzusehen, rät das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) in Köln. Denn jeder chirurgische Eingriff berge Risiken.
Eine Varikozele ist ein unnatürlich vergrößertes Venengeflecht im Hodensack. Sie tritt in den Venen auf, die das Blut aus dem Hoden leiten, erklärt das IQWIG. Ist der Blutabfluss gestört, könne das Blut in den Hodensack zurückfließen, wodurch die Vene anschwellen und dauerhaft vergrößert bleiben könne. Varikozelen seien sehr verbreitet und träten besonders häufig bei Männern mit einer eingeschränkten Fruchtbarkeit auf. Die Experten betonen, dass künftige Studien in Bezug auf die Chance einer Schwangerschaft zu anderen Ergebnissen kommen könnten.

Es sei wissenschaftlich nicht abschließend geklärt, auf welche Weise eine Varikozele die Fruchtbarkeit stören kann, fügt das Institut hinzu. Manche Theorien besagten, dass der Hoden deswegen schlechter durchblutet wird und infolge dessen die Qualität der Spermien nachlässt. Andere gingen davon aus, dass durch das erhöhte Blutvolumen die Temperatur im Hoden steigt und dadurch die Spermienproduktion beeinträchtigt werden könnte.

Gewicht weniger wichtig als das Alter

January 4, 2009 by piontlesstosay

Übergewichtige Frauen haben die gleiche Chance durch eine künstliche Befruchtung schwanger zu werden wie normalgewichtige. Wissenschaftler der University of Aberdeen haben nachgewiesen, dass die künstliche Befruchtung für die meisten stark übergewichtigen Frauen keine höheren Kosten verursacht. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Human Reproduction veröffentlicht.

Den Frauen sollte dennoch geraten werden abzunehmen, da das Komplikationsrisiko hoch ist. Die meisten medizinischen Einrichtungen beschränken künstliche Befruchtungen auf Frauen mit einem BMI unter 30. Ab diesem Wert gelten Frauen als fettsüchtig. Bei der Auswertung der Daten von 1.700 Frauen, die den ersten Zyklus der künstlichen Befruchtung zwischen 1997 und 2006 in Aberdeen durchliefen, waren 28 Prozent übergewichtig und acht Prozent fettsüchtig. Fünf Prozent verfügten sogar über einen BMI von mehr als 35.

Es konnte zwischen den Gruppen kein bedeutsamer Unterschied hinsichtlich der Anzahl von Frauen, die einen positiven Schwangerschaftstest hatten, schwanger waren und ein Kind auf die Welt brachten, festgestellt werden. Es gab auch bei den Kosten einer Geburt keinen Unterschied zwischen normalgewichtigen Frauen und Frauen mit einem BMI bis zu 35. Mehr übergewichtige oder fettsüchtige Frauen erlitten jedoch eine Fehlgeburt. Zusätzlich brauchten sie mehr Medikamente zur Stimulierung der Eierstöcke. Die leitende Wissenschaftlerin Abha Maheshwari erklärte laut BBC, dass sie bei den übergewichtigen und fettsüchtigen Frauen höhere Kosten erwartet hätte. Frauen sollten nicht aufgrund ihres Gewichts diskriminiert werden. Die aktuelle Studie habe gezeigt, dass das Alter eine viel wichtigere Rolle spiele als das Gewicht.

Unfruchtbare Menschen – Reproduktionsmedizin hilft – n-tv.de

December 9, 2008 by piontlesstosay

Bei jedem sechsten deutschen Paar bleibt auch nach einem Jahr ungeschütztem Sex eine Schwangerschaft aus. Dann gelten die beiden als unfruchtbar. Ärzte können ihnen in vielen Fällen helfen.

Bei Mann und Frau zu gleichen Teilen

Die Ursachen für Unfruchtbarkeit verteilen sich zu gleichen Teilen auf den Mann und die Frau, berichtet Jan-Steffen Krüssel, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Uniklinik Düsseldorf. “Zu 40 Prozent liegt die Ursache bei der Frau, zu 40 Prozent beim Mann – und zu 20 Prozent bei beiden gemeinsam.” Ganz sicher sei das höhere Alter vieler Frauen bei der ersten Schwangerschaft ein Problem, erläutert Krüssel.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war eine Frau 2006 bei ihrer ersten Schwangerschaft etwa 30 Jahre alt. 1975 hingegen bekamen Frauen ihr erstes Kind mit knapp 25 (im Westen) und 22 Jahren (in der ehemaligen DDR). Bereits von 31 Jahren an ist die Fruchtbarkeit jeder zweiten Frau vermindert, zeigen etwa Untersuchungen am medizinischen Zentrum der Universität in Utrecht (Niederlande).

Mit zunehmendem Alter sinken die Chancen

In Brasilien hat Elizabeth Sales mit 53 Jahren und der Hilfe der Reproduktionsmedizin für ihren Sohn und dessen Frau ein Kind ausgetragen.

Laut deutschem In-Vitro-Fertilisationsregister bleibt die Schwangerschaftsrate bis zum Alter von 32 Jahren noch relativ konstant, danach sinken die Chancen kontinuierlich. “Leider kommen die Frauen erst spät zu uns ans Zentrum für Reproduktionsmedizin, um sich helfen zu lassen”, warnt Krüssel. Helfen kann er beispielsweise mit einer künstlichen Befruchtung. Jedoch sinken auch dabei mit zunehmendem Alter die Chancen:

Eine Frau unter 35 wird mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als zwei Dritteln (36 Prozent) nach einem Embryonentransfer schwanger. Ist sie älter als 35, sinkt die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg auf etwas über ein Viertel (26 Prozent). Louise Brown, das erste Baby, das nach der Befruchtung im Reagenzglas zur Welt kam, wurde 1978 geboren. Inzwischen ist dieses Verfahren zur Routine geworden. Dem Register zufolge haben deutsche Ärzte 2007 mehr als 42 000 solcher Eingriffe vorgenommen.

5104 Kinder wurden daraufhin im vergangenen Jahr geboren. Bei der klassischen In-vitro-Fertilisation (IVF) erfolgt die Vereinigung von Spermium und Eizelle im Reagenzglas. Bei der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) wird ein geeignetes Spermium direkt in die Eizelle gespritzt. Seit 1992 können so auch Männer Väter werden, deren Ejakulat gar keine Samenzellen enthält, schreiben Martin Matzuk und Dolores Lamb vom Baylor College für Medizin in Houston in dem Journal “Nature Medicine”. In diesem Fall entnehmen Ärzte Spermien chirurgisch aus dem Hoden.

Für ICSI suchen die Mediziner vorher die beweglichsten Spermien aus. Dies sei bislang das einzige Auswahlkriterium, erläutert Krüssel. Darüber hinaus lässt sich bisher kaum feststellen, welche Spermien und Eizellen für die Befruchtung besonders geeignet sind. Normalerweise würden daher auch alle reifen Eizellen befruchtet, die der Frau entnommen wurden, sagt der Arzt. “Eizellen und Spermien können wir nicht genetisch untersuchen, dabei würden wir sie zerstören.”

Matzuk und Lamb bedauern, dass die Ärzte in ihrer täglichen Praxis nicht alles Wissen aus der Grundlagenforschung nutzten. Ein Fruchtbarkeitstest beim Mann laufe nur oberflächlich ab und beschränke sich oft darauf, das Vorhandensein von Samenzellen im Ejakulat zu prüfen. Bei der Frau untersuchen die Ärzte über Ultraschall vor allem die Eierstöcke, die Eileiter und die Gebärmutter auf Auffälligkeiten. Daneben kommen Hormonmessungen zum Einsatz.
Nach genetischen Ursachen für eine Unfruchtbarkeit würde hingegen nicht gefahndet, obwohl dies bereits vielfach möglich wäre, schreiben die beiden Mediziner. Wahrscheinlich sei das der Grund dafür, dass in einem Viertel der Fälle der Grund für die Unfruchtbarkeit unbekannt bleibe. Vielfach liegt die Ursache in den Erbanlagen. Nach Angaben der Forscher sind bereits mehrere hundert Gene identifiziert, deren Störung eine Unfruchtbarkeit zur Folge hat. Viele spielen eine Rolle bei der Entwicklung der Eierstöcke, der Hoden und vor allem der Spermien.
Ein Beispiel für eine genetisch bedingte Unfruchtbarkeit geht auf das Protein Aurora Kinase C zurück. Es koordiniert die Bewegung der Chromosomen während der Produktion der Spermien. Männer, bei denen das entsprechende Gen defekt ist, produzieren besonders große Spermien mit vier Schwänzen statt nur einem. “Für solche Männer ist ein Samenspender oder eine Adoption die einzige Alternative”, schreibt Pierre Ray vom Universitätskrankenhaus in Grenoble (Frankreich) in dem Journal.

Hormone geben Hinweis auf Beginn der Wechseljahre

October 29, 2008 by piontlesstosay

Ende der Fruchtbarkeit fünf Jahre zuvor bestimmbar

Je weiter Paare ihre Familienplanung zeitlich nach hinten verschieben, desto größere Bedeutung hat die biologische Uhr, die im weiblichen Körper tickt. Forscher der University of Michigan entdeckten zwei Hormone, deren Messung Rückschlüsse auf die Fruchtbarkeit einer Frau erlauben. Ärzte sollen damit zukünftig besser feststellen können, ob Frauen das Ende ihrer Gebärfähigkeit erreicht haben.

Bei Eintritt in die Menopause ist der Vorrat an Eizellen, den jede Frau in den Eierstöcken trägt, aufgebraucht. Die Frau kann deshalb auf natürliche Weise kein Kind mehr bekommen. Bei europäischen Frauen liege das durchschnittliche Alter dieser Phase bei 51 Jahren, sagt Olaf Ortmann, der Direktor der Regensburger Universitätsfrauenklinik. Genetische Ursachen oder medizinische Behandlungen wie Krebstherapien oder die Entfernung von Eierstöcken können aber bereits viel früher den Eintritt in die Wechseljahre bewirken und einen Kinderwunsch durchkreuzen.
Um Hinweise auf die Fruchtbarkeit einer Frau zu erhalten, wurde bisher der Gehalt des Follikel-stimulierenden Hormons (FSH) im Blut gemessen, das für die Funktion der Eierstöcke verantwortlich sind. Seine höhere Konzentration weist auf eine Störung in der Fruchtbarkeit hin.
US-Wissenschaftler entdeckten, dass auch zwei weitere Hormone das Ende der Fruchtbarkeit anzeigen, die als “Anti-Mullerian-Hormon” (AMH) und “Inhibin B” bezeichnet werden. Bereits fünf Jahre vor der letzten Regel senkt sich die AMH-Konzentration erheblich und zeigt ein kritisches Niveau der Eizellen an. In Verbindung mit einer FSH-Messung und mit dem Lebensalter kann somit besser bestimmt werden, in welcher Fruchtbarkeitsphase sich eine Frau gerade mit großer Wahrscheinlichkeit befindet. Um diese Phasen zu beschreiben, hatten die Forscher bei 600 Frauen natürliche Veränderungen der drei Hormone innerhalb ihres gesamten fruchtbaren Zeitraums beobachtet.

Akupunktur hilft nicht

July 15, 2008 by piontlesstosay

 

Sesh Sunkara Guy’s and St Thomas’s Hospital in London hat nun weitere Studien zusammengetragen und die Ergebnisse in einer Übersichtsauswertung (Metaanalyse) zusammengefasst. Die Ergebnisse stellte sie in Barcelona anlässlich der jährlichen ESHRE-Tagung vor.

Bei ihren Recherchen fand sie 83 Studien, von denen allerdings nur 13 ausreichende Daten für eine Auswertung aufwiesen. Nahm man den Einfluss auf Schwangerschaftsraten und Lebendgeburten als Maßstab, denn war die Akupunktur im Zusammenhang mit der künstlichen Befruchtung wirkungslos. Beide Parameter verbesserten sich nicht, auch wenn man das Timing der Akupunktur berücksichtige

Via Wunschkinder.net: Akupunktur hilft bei künstlicher Befruchtung nicht

Mehr ICSI als IVF

July 12, 2008 by piontlesstosay

Es wird in zunehmendem Maße statt IVF eine ICSI durchgeführt. Seit 1997 sammelt die ESHRE Daten zur Häufigkeit reproduktionsmedizinischer Eingriffe. und präsentierte diese nun bei Ihrer Tagung in Barcelona

Die Fälle schwerer Fruchtbarkeitsstörungen des Mannes haben jedoch nicht zugenommen. Dennoch hat sich das Verhältnis von ISCI zu IVF seit 1997 umgekehrt, heute wählen die Repromediziner in zwei von drei Fällen die kompliziertere ICSI-Methode.

Dass dies nicht allein medizinische Gründe haben kann, zeigt der aktuelle Ländervergleich. In Südeuropa liegt der Anteil der ICSI bei 66 bis 81 Prozent. In den nordischen Ländern, in den Niederlanden und Großbritannien sind es nur 40 bis 44 Prozent. Deutschland, Österreich und Belgien bilden mit einem Anteil von 68,5 bis 73 Prozent das Mittelfeld.

Andersen vermutet, dass die Ärzte – vielleicht auch auf Drängen der Paare – die ICSI bevorzugen, um bei Infertilität „gemischter“ oder „unklarer“ Ursache auf der sicheren Seite zu sein. Auch bei älteren Frauen wird die ICSI häufig bevorzugt, obwohl das Alter der Frau eigentlich kein Auswahlkriterium sein sollte. Einen generellen Vorteil in der Effektivität gebe es nicht. Die Schwangerschaftsrate betrug 2005 nach IVF 30,4 Prozent und nach ICSI 30,3 Prozent.

Via: Kinderwunsch-News

Bei Kinderwunsch auf gesundes Zahnfleisch achten!

October 29, 2007 by piontlesstosay

Frauen mit Kinderwunsch sollten schon vor der Schwangerschaft besonders auf ihre Zahn- und Mundgesundheit achten. Zu Beginn der Schwangerschaft klagen werdende Mütter häufig über empfindliches, leicht blutendes Zahnfleisch trotz gleich bleibender Zahnputzgewohnheiten.

Verantwortlich dafür ist eine Entzündung des Zahnfleischs, die in erster Linie durch bakterielle Zahnbeläge verursacht wird. Begünstigt wird die Infektion durch die starke Hormonzunahme vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Infolge des erhöhten Östrogenspiegels kommt es zu einer stärkeren Durchblutung der Mundschleimhaut. Gleichzeitig lockert sich das Gewebe im Zahnfleisch und im Zahnbett auf. Dies kann das Eindringen von Bakterien und damit die Entstehung einer Zahnfleisch- oder Zahnbett-Entzündung (Parodontitis) begünstigen. Bestehen diese Erkrankungen bereits, können sie noch verstärkt werden und den weiteren Verlauf der Schwangerschaft beeinflussen.

Parodontitis am besten vor Schwangerschaft behandeln

Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass eine Parodontitis Auswirkungen auf Allgemeinerkrankungen wie Herz-Kreislauf-, chronische Atemwegserkrankungen oder Diabetes haben kann. In diesem Zusammenhang wird auch diskutiert, ob Zahnbettentzündungen Einfluss auf Frühgeburten oder ein geringes Geburtsgewicht haben. “Bei schweren Formen der Parodontitis besteht ein erhöhtes Risiko, dass Komplikationen in der Schwangerschaft auftreten können”, sagt Professor Peter Eickholz, Direktor der Poliklinik für Parodontologie der Universität Frankfurt am Main. Denn Bakterien und Entzündungsbotenstoffe, die eine Parodontitis auslösen, können über die Blutbahn vom Mundraum in den ganzen Körper gelangen, und damit auch in die Gebärmutter. In einem solchen Fall ist die medizinische Betreuung der Schwangeren wichtig, um eine mögliche Frühgeburt zu verhindern.

Besteht eine Parodontitis in der Schwangerschaft, sollte sie auf jeden Fall behandelt werden, auch wenn dies das Risiko für mögliche Komplikationen nicht mehr wesentlich verringert, wie eine aktuelle Studie zeigt. “Es wäre daher wünschenswert, dass eine Parodontitis behandelt wird, bevor eine Schwangerschaft eintritt. Noch besser ist es natürlich, wenn eine solche Entzündung des Zahnbetts gar nicht erst entsteht”, erklärt Eickholz.

Sorgfältige Zahn- und Mundhygiene wichtig

Voraussetzung dafür sind die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt, die in der Regel zweimal jährlich erfolgen sollten. Gleichermaßen ist eine sorgfältige Zahn- und Mundpflege zu Hause entscheidend, um Entzündungen und Zahnerkrankungen vorzubeugen.

Wichtig ist die Reinigung der Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen. Auch am Zahnfleischsaum müssen bakterielle Zahnbeläge gründlich entfernt werden. Ergänzend können medizinische Mundspüllösungen sinnvoll sein. Eine ausführliche Einweisung in die Mundhygiene zu Hause sowie Tipps zur Handhabung von Hilfsmitteln geben der Zahnarzt und sein Prophylaxeteam. Treten Anzeichen für eine Entzündung auf wie Zahnfleischbluten oder Schmerzen beim Zähneputzen sollte insbesondere in der Schwangerschaft umgehend der Zahnarzt informiert werden.

Auf ausgewogene Ernährung achten

Ein erhöhtes Kariesrisiko besteht in der Schwangerschaft generell nicht. Allerdings können veränderte Essgewohnheiten wie häufige und zuckerreiche Mahlzeiten zu unüblichen Zeiten die Entstehung von Karies begünstigen. Werdende Mütter sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten, um die benötigten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe zu erhalten.

Tritt vor allem in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten häufiger Erbrechen auf, sollte nachfolgend der Mund mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspüllösung ausgespült werden. Fluoridhaltige Mundspüllösungen fördern die Remineralisation – den Reparaturprozess – des säuregeschädigten Zahnschmelzes. Für die Zahngesundheit des ungeborenen Kindes ist eine vermehrte Fluoridaufnahme jedoch nicht von Bedeutung.

Ist der Blinddarm schuld an der Kinderlosigkeit?

September 10, 2007 by piontlesstosay

Organverwachsungen nach Operation häufig Ursache für Unfruchtbarkeit
Für Paare mit Kinderwunsch stellt Unfruchtbarkeit eine schwere Belastung dar. Nach Operationen im Bauchraum kommt es in 90 Prozent der Fälle nach dem Eingriff zu sogenannten Adhäsionen.

Diese postoperativen Organverwachsungen sind Folge der Wundheilung: Bei Verletzungen oder Entzündungen schüttet der Körper gerinnungsaktive Substanzen aus, die nicht nur die Wunde schließen, sondern auch benachbarte Organe miteinander verkleben können. Im Fall der Blinddarm-Operation kommt es bei weiblichen Patienten immer wieder vor, dass der rechte Eierstock und Eileiter mit der Wunde verwächst. Das kann den Transport von Ei- und Samenzellen behindern.

Weibliche Unfruchtbarkeit ist in etwa 30 Prozent der Fälle auf Adhäsionen im Unterleib zurückzuführen. Männliche Patienten leiden gleichermaßen unter Adhäsionen. Sie können zu chronischen Unterleibsschmerzen führen, etwa wenn eine Operationswunde mit dem Darm verwächst und das Verdauungsorgan in unnatürlicher Weise fixiert. Nicht selten müssen Patienten wegen solcher postoperativen Komplikationen noch einmal unter das Messer um die Verwachsungen vom Chirurgen operativ lösen zu lassen.

Adhäsionsbedingte Klinikeinweisungen stehen in der Krankenhaus-Statistik an achter Stelle. Dabei sind Adhäsionen vermeidbar. Es gibt Medikamente, die den Bauchraum nach der Operation umspülen und dafür sorgen, dass Organe nicht mit der Wunde verkleben. Bei kleineren Eingriffen kann der Chirurg die Wunde mit einer speziellen Folie abdecken und ein Zusammenwachsen mit benachbartem Gewebe verhindern. Die Kosten liegen zwischen 60 und 300 Euro.

Unglück im Glück. Gottgegeben.

September 2, 2007 by piontlesstosay

Eine Frau aus Ohio in den USA hat zum zweiten Mal Drillinge zu Welt gebracht.

Neun Kinder

Nach dem die knapp vier Jahre alten ersten Drillinge gerade die Windeln hinter sich gelassen haben, bereiten sich die Eltern nun darauf vor, erneut wöchentlich 300 Windeln zu wechseln und knapp 170 Fläschchen vorzubereiten. Die Familie hat neben den sechs Drillingen noch drei Kinder aus einer früheren Ehe. Eigentlich hätten sie nach der Geburt der Drillinge nur “noch ein Kind mehr” haben wollen, sagten die Eltern.

Die Wahrscheinlichkeit, zweimal hintereinander Drillinge zur Welt zu bringen beträgt 1:64 Millionen. ”Man nimmt, was Gott einem gibt”, sagte die nun sechsfache Mutter Victoria Lasita nach der Geburt den örtlichen Zeitungen vom Freitag.

Ohne Hormonbehandlung
Die Mutter hat sich nicht einer Hormonbehandlung wegen Unfruchtbarkeit unterzogen – weshalb der Fall auch in der Fachwelt Aufsehen erregt. Die Wahrscheinlichkeit, Drillinge ohne künstliche Befruchtung oder Hormonbehandlungen zur Welt zu bringen, liege bei eins zu 8.000, sagte der Wissenschafter Glen Hofmann dem “Cincinnati Enquirer”. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gleich zweimal geschehe, liege sogar bei eins zu 64 Millionen.  

Via “Künstliche Befruchtung”